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Mittwoch, 4. Mai 2016

Ost-West-Spange gut mit Arnold-Janssen-Straße verknüpfen!

In etwas mehr als einem Jahr wird die "Ost-West-Spange", die erste Unterfahrung der Gleise der Stadtbahnlinie 66  in Sankt Augustin, für den Verkehr freigegeben werden. Die ampelgesteuerte große Kreuzung Bonner/ Hennefer/Arnold-Janssen-Straße soll dadurch entlastet werden, der Verkehrsfluss besser werden. Ob dieses Ergebnis erzielt werden kann, wird maßgeblich damit zusammenhängen, ob es gelingt, die Ampelsteuerung weniger kompliziert zu machen. In den Ampelphasen muss dann berücksichtigt werden, dass Teile der Verkehrsströme Bonner Straße / Rathau​sallee und Bonner Straße / Arnold-Janssen-Straße die neue Unterfahrung nutzen werden. Aber, für die Verbindung von der Bonner Straße in Richtung Menden über die neue Verbindung Ost-West-Spange sind zwei ampelgeregelte Knoten zu bewältigen: Bonner Straße / O-W-Spange und Rathausallee / Arnold-Janssen-Straße. Der Aufbruch! hat bei den ersten planerischen Überlegungen zur Ost-West-Spange darauf aufmerksam gemacht, dass diesem Umstand besondere Beachtung geschenkt werden muss. Es müsse untersucht werden, ob die ampelgesteuerte Kreuzung Rathausallee / Arnold-Janssen-Straße so fortbestehen oder der Verkehr besser durch einen Kreisverkehr abgewickelt werden kann. Vielleicht kann die Antwort darauf erst gegeben werden, wenn praktische Erfahrungen mit den neuen Verkehrsmöglichkeiten vorliegen.
Das Foto zeigt den Verlauf der zukünftigen Ost-West-Spange von der Bonner Straße aus; links das ehemalige GMD-Gebäude, rechts das Gebäude der Konrad-Adenauer-Stiftung.




Freitag, 31. August 2012

Bürgerinformation zur Nahversorgung Niederpleis

 ... und wie man sie nicht machen sollte

Kaum ist meine urlaubsbedingte Blog-Pause vorüber, muss ich mich schon wieder ärgern! Wegen der von der Stadtverwaltung inszenierten Bürger-Info zum Nahversorgungszentrum Niederpleis. Die Veranstaltung war zum Davon-Laufen, und das nicht nur weil Karl-Heinz Meys in seiner bekannten Volksverführer-Manier gegen das vorgestellte Nahversorgungskonzept, das Einzelhandelsgutachten, das Verkehrsgutachten und überhaupt alles polemisierte. Nein auch weil die Veranstaltung fehlstrukturiert, medial schlecht und sprachlich an den Bürgern vorbei gestaltet war.

Die Ersten verließen die Bürgerinformation zur Nahversorgung Niederpleis ca. 10 Minuten nach Beginn. Die Tapferen stöhnten, die weniger Tapferen gingen nach und nach. Wie kriegt man das so hin? Das Rezept zur Publikumsvertreibung ist einfach und wurde überzeugend demonstriert. Man nehme eine schlechte Audio-Anlage, aus der alles mulmig klingt, eine unlesbare, weil zu kleine Bild-Projektion, lasse die Reihe der Vorträge mit dem Uninteressantesten beginnen und lasse alles mit möglichst viel irritierendem Fach-Chinesisch und ohne Beachtung der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger vortragen. Fertig ist das Frust-Event. Wen nimmt es da Wunder, dass die genervten Zuhörer hinter dem Ganzen eine perfide Absicht der Stadtverwaltung vermuten.

Wie hätte es sein sollen? 
Das Verhältnis von Vortragszeit und Diskussions-/Frage-Zeit hätte umgekehrt sein müssen. Die wesentliche Information gehört in reduzierter Form an den Anfang. Präzisieren und Differenzieren kann darauf folgen, wenn es sich auf Grund der Fragen und Diskussionsbeiträge ergibt. Und richtige, aber irritierende Fachausdrücke gehören in Normal-Sprache übersetzt. (Zum Beispiel spricht der Fachmann von "Überbauung", wenn er "Bebauung" meint. Benutzt er aber seinen Fachbegriff, meinen die Zuhörer, die vorhandene Bebauung werde mit einem Überbau versehen.)

Welche Information wäre die wesentliche gewesen?
1. Niederpleis soll wieder eine Nahversorgung im alten Kern bekommen, die wirtschaftlich über viele Jahre bestandsfähig ist. 
2. Der anstehende Investor tritt nicht als Wohltäter, sondern als Wirtschaftsbetrieb auf. Auf Grund seiner großen Erfahrung in dem Metier kann er ein kleines Nahversorgungszentrum, das sich über viele Jahre trägt, nur bauen, wenn es die von ihm kalkulierte Größe hat. 
3. Der Standort ist so interessant und so gut, dass sich auch ein weiteres Einzelhandelsunternehmen (Tengelmann) dafür interessiert, und so gut, dass die DM-Kette dort einen Laden zusätzlich zum DM-Geschäft in der Alte Heerstraße betreiben will. 
4. Die in Niederpleis bestehenden allseits bekannten Verkehrsprobleme werden durch den zusätzlichen Verkehr zum und vom Nahversorger zwar etwas verschärft, aber nicht durch den Nahversorger erzeugt. Die Entstehung des Nahversorgungszentrum bietet den Anlass und liefert die Notwendigkeit, die Verkehrsverhältnisse in Niederpleis zu verbessern.
5. Die durch den Nahversorger erzeugte zusätzliche Verkehrsbelastung beträgt in Spitzenzeiten drei Kfz pro Minute. Die Zahl der Zuliefer-Lkw beträgt 10 bis 12 pro Tag (also 0,5 pro Stunde / 1,0 pro Stunde zur Tageszeit)..
6. Die Verbesserung der neuen Verkehrssituation gegenüber der heutigen kann und soll durch Veränderung der Fahrspuren / Abbiegespuren und koordinierte Ampelschaltungen bzw. durch einen Kreisel an Hauptstraße / Pleistalstraße erreicht werden. 
7. Die Bebauung des Nahversorgungszentrums soll im Einzelnen so und so aussehen; Zu- und Abfahrten gibt es über Schul- und Paul-Gerhardt-Straße, Abfahrt auf die Paul-Gerhardt-Straße nur Richtung Honny; knapp 90 Parkplätze wird es für Beschäftigte und Kunden geben. 
8. Die Verkehrsführung soll zum Schutz der Anlieger der Paul-Gerhardt-Straße so gestaltet werden , dass diese Straße nur von Norden nach Süden zum Anfahren der Läden genutzt werden kann. 9. Der alte zusammen mit dem neuen Verkehrslärm liegt unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. 10. Die Entlade-Zone der Zuliefer-Lkw wird "eingehaust". Sollte der Lärm dennoch die gesetzlichen Grenzwerte überschreiten, müssen Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden, die nicht zu Lasten der Betroffenen gehen.

Der Verwaltung muss ernsthaft zu einer Fortbildung in Medienkompetenz und Vortragsgestaltung geraten werden - auch wenn das Geld kostet. Denn die Bürgerinnen und Bürger haben es verdient, dass sie ernst genommen, sprich gut und verständlich informiert werden.

Dienstag, 28. Februar 2012

Die Kreuzung Rathaus-Allee / Arnold-Janssen-Straße muss im Zusammenhang mit der neuen Ost-West “Querspange“ B 56 / Rathaus-Allee ertüchtigt werden.

Wenn die zwischen Sandstraße und Arnold-Janssen-Straße vorgesehene neue Querspange unter der Stadtbahn Linie 66 hindurch fertig gestellt ist, wird laut Verkehrsgutachten ein beträchtlicher Verkehrsstrom von der B 56 nach Menden und von Menden zur B 56 gerichtet sein. Der Aufbruch! ist überzeugt, dass dafür die Kreuzung Arnold-Janssen-Straße / Rathaus-Allee nicht gerüstet ist.
Vorsorglich hat der Aufbruch! auf diese Notwendigkeit schon in der letzten Sitzung des Zentrums-Ausschusses hingewiesen. Die Fraktion Aufbruch! ist überzeugt, dass ein Kreisel an dieser Stelle die Lösung der Wahl ist. Dafür sollten jetzt schon Finanzmittel in der bis 2022 angelegten Haushaltsplanung berücksichtigt werden. Im Gegenzug könnten die zwei auf der Schulstraße geplanten Kreisel, die schon in den Haushaltsentwurf eingestellt sind, 
wieder gestrichen werden.

Montag, 9. Januar 2012

Kein neuer Kreisel auf der B 56

Heute ging bei den Fraktionen das Ergebnis der von der Lenkungsgruppe Urbane Mitte gewünschten Untersuchung zur Sinnhaftigkeit eines neuen Kreisels auf der B 56 ein. Darin wird festgestellt, dass die geplante neue Unterquerung der Stadtbahn-Linie in Sankt Augustin Ort mit einem Kreisel nicht sinnvoll an die B 56 angebunden werden kann.
Zwischen der Kreuzung B 56 / Arnold-Jansen-Straße und der Zufahrt zum Busbahnhof wird die neue Unterführung unter der Stadtbahnlinie her von der B 56 abzweigen. Frage: Kann ein Kreisel eine sinnvolle Alternative zu einer Ampelregelung an dieser Stelle sein.
Ergebnis: Die von der Stadt beauftragten Verkehrsplanungs-Büros sind mit dem Landesbetrieb Straßen NRW einig, dass die Aspekte Sicherheit, Flüssigkeit und Befahrbarkeit auch durch große Fahrzeuge durch einen Kreisel nicht unter einen Hut zu briungen sind. Also wird diese Stelle durch Ampeln geregelt werden.
Da wir durch die Ampelregelung an der Kreuzung B 56 / Arnold-Jansen-Straße genug gebeutelt sind, muss gefordert werden, dass die neue Ampel mit der an der großen Kreuzung perfekt synchronisiert ist.

Autor: Wolfgang Köhler